19.09.2011
Die Regionale Mittelschule ermöglicht die organisatorische und pädagogische Zusammenführung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die Gymnasien bleiben dabei
als eigenständige Schulform erhalten. Die Regionale Mittelschule ist durch einen hohen Praxisbezug gekennzeichnet; durch freiwillige Aufbaukurse und die Kooperation
mit (berufs-)gymnasialen Oberstufen eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern aber auch die Perspektive auf das Abitur.
Die Landesregierung hat jedoch andere Pläne. Im Juli hat sie zusammen mit der
CDU einen sogenannten „Schulkonsens“ beschlossen. Dieser Konsens sieht die Einführung einer neuen „Sekundarschule“ vor.
die in Gemeinde XY z.B. aus einer Haupt- und einer Realschule hervorgeht, zum Angebot von Gymnasialunterricht gezwungen wird. Abgesehen davon, dass das Lehrpersonal dafür nicht vorhanden ist, führt diese Regelung zu einer schleichenden Ausblutung bestehender Gymnasien. Deswegen fordert die FDP, dass auf die erzwungene Einführung gymnasialer Standards verzichtet wird.
Das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen bewegtt seit Jahren die Öffentlichkeit. Alle Betroffenen – Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrer – haben die ständigen Reformen satt. Die Kommunalpolitiker wollen nicht den schwarzen Peter in der Entscheidung über die pädagogische Ausrichtung zugeschoben bekommen. Es ist deswegen an der Zeit, alle ideologischen Auseinandersetzungen hintenanzustellen und zu einem gerechten Mit- und Nebeneinander von differenzierten und integrativen Schulformen zu kommen. Der Konsens von SPD, Grünen und CDU bevorzugt dagegen einseitig integrative Schulkonzepte. Uns liegt vor allem am Herzen, die Schulvielfalt zu erhalten. Deswegen müssen Weitsichtigkeit und überlegte Entscheidungen die Handlungsprämissen sein, gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung. Sie verläuft in den Städten und Gemeinden in NRW völlig unterschiedlich und zwingt die Kommunalpolitiker zu kreativem Handeln. Deswegen treten wir dafür ein, dass das Schulangebot bedarfsgerecht und auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten sein muss. Es kommt immer auf den Einzelfall an.
VLK-Stellungnahme zum Bildungsantrag der FDP-NRW
Düsseldorf, 19. September 2011
Am Wochenende hat der Landeshauptausschuss der FDP-NRW in Castrop-Rauxel den Bildungsantrag „Für ein vielfältiges Schulsystem in Nordrhein-Westfalen“ beschlossen.
Die VLK unterstützt diesen Antrag. Er sieht vor, auf Basis der liberalen Bildungsgrundsätze der Wahlfreiheit, Individualität und Qualität das Konzept der Regionalen Mittelschule in NRW zu etablieren.
Die Regionale Mittelschule ermöglicht die organisatorische und pädagogische Zusammenführung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die Gymnasien bleiben dabei
als eigenständige Schulform erhalten. Die Regionale Mittelschule ist durch einen hohen Praxisbezug gekennzeichnet; durch freiwillige Aufbaukurse und die Kooperation
mit (berufs-)gymnasialen Oberstufen eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern aber auch die Perspektive auf das Abitur.
Die Landesregierung hat jedoch andere Pläne. Im Juli hat sie zusammen mit der
CDU einen sogenannten „Schulkonsens“ beschlossen. Dieser Konsens sieht die Einführung einer neuen „Sekundarschule“ vor.
- In der Sekundarschule werden die Kinder in den Klassen 5 und 6 unabhängig
- Für die Klassen 7-10 entscheiden allein die Schulträger – also die Kommunen
- Zudem sieht der rot-grüne Gesetzentwurf eine Verpflichtung zu gymnasialen
die in Gemeinde XY z.B. aus einer Haupt- und einer Realschule hervorgeht, zum Angebot von Gymnasialunterricht gezwungen wird. Abgesehen davon, dass das Lehrpersonal dafür nicht vorhanden ist, führt diese Regelung zu einer schleichenden Ausblutung bestehender Gymnasien. Deswegen fordert die FDP, dass auf die erzwungene Einführung gymnasialer Standards verzichtet wird.
Das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen bewegtt seit Jahren die Öffentlichkeit. Alle Betroffenen – Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrer – haben die ständigen Reformen satt. Die Kommunalpolitiker wollen nicht den schwarzen Peter in der Entscheidung über die pädagogische Ausrichtung zugeschoben bekommen. Es ist deswegen an der Zeit, alle ideologischen Auseinandersetzungen hintenanzustellen und zu einem gerechten Mit- und Nebeneinander von differenzierten und integrativen Schulformen zu kommen. Der Konsens von SPD, Grünen und CDU bevorzugt dagegen einseitig integrative Schulkonzepte. Uns liegt vor allem am Herzen, die Schulvielfalt zu erhalten. Deswegen müssen Weitsichtigkeit und überlegte Entscheidungen die Handlungsprämissen sein, gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung. Sie verläuft in den Städten und Gemeinden in NRW völlig unterschiedlich und zwingt die Kommunalpolitiker zu kreativem Handeln. Deswegen treten wir dafür ein, dass das Schulangebot bedarfsgerecht und auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten sein muss. Es kommt immer auf den Einzelfall an.







